AKTUELL
Ab sofort steht die Überarbeitung und Erweiterung der Nachforschung zum Betonschiff in Mittweida/Lauenhain als Paperback mit 455 Seiten im online-Erwerb und Buchhandel zur Verfügung.
Neben einem angenehmen Schriftbild beinhaltet das Update Komprimierungen der Vorgängerversion "Das Betonschiff 1933....2022". Neue Abschnitte zum SA-Werklager, zur vormilitärischen
GST-Ausbildung, zum Weg der Familie Jacoby aus Chemnitz in das Vernichtungslager Auschwitz und dem Kindertransport nach Uppsala/Schweden, sowie die undurchsichtige Rolle des "Kapitäns" Karl
Rettig beim Bau des Betonschiffs, fügen ein Puzzle des heute denkmalgeschützten NS-Symbols in Mittelsachsen zusammen.
www.epubli.com/shop/unbequeme-fussabdruecke
Der Klappentext auf der Umschlagrückseite:
Das Betonschiff bot die Bühne zum Theaterstück „Der Fliegende Holländer“ mit dem Nationalsozialisten ihre Skagerrakfeiern untermalten. Die Tragödie des untoten
Seefahrers
mit ewiger Verdammnis war nur das Präludium, das in Korrelation mit dem Mythos der Niobe, die ihre vierzehn toten Kinder zu beklagen hatte, die bittere Realität der NS-Diktatur vorwegnahm.
Der Architekt Günter Meyer schreibt in seiner Rezension: „Von der Odyssee des Betonschiffs an der sächsischen Kriebsteintalsperre blieben nur ein paar Lagerräume. Die Baurelikte fordern die
Phantasie und lassen Geheimnisse vermuten. Das skulpturale Bauwerk ist aber kein Märchenschloss. Es ist eher ein Alptraum. Entledigt seiner Ideologien erscheint der Ort entzaubert.“
Der Schein könnte trügen. Tote Materie oder nekrotische Aura. Es wartet eine spannende Reise im Schlepptau der Zeilen in die unbequeme Vergangenheit.
Die künstlerische Retrospektive "Auratische Gravuren 1935" ist als Ergänzung zu "Unbequeme Fussabdrücke" zu lesen, kann aber als eigenständiges Werk verstanden werden.
Paperback mit zahlreichen Farb- und S/W-Fotos auf 106 Seiten.
www.epubli.com/shop/auratische-gravuren-1935
Klappentext
Mit Kriegsende 1945 verschwanden Plakatmalereien und Fotos in Archiven oder vergilbten in Magazinen der Verlage. Am heutigen Baudenkmal „Betonschiff“ in Mittelsachsen trafen sich um 1935 ein Grafiker und zwei Fotografen, um ihre Eindrücke auf Papier oder Zelluloid zu bannen. In seiner Retrospektive schabt der Autor am Beton des NS-Reliktes und legt künstlerische sowie zeitgeschichtliche Pigmente der beachtlichen Karrieristen in Farbe + Schwarzweiss frei.
Leseprobe
Plakate und Fotos um 1935 waren Medien nationalsozialistischer Botschaften. Die „Wasserträger" am Betonschiff der sächsischen Kriebsteintalsperre mit Pinsel und Leica gestalteten im Geist ihrer Zeit. Denn welcher Künstler wollte schon im überschaubaren Lebenszyklus zu den Abgehängten oder Gehängten gehören. Einmal in der Steindruckpresse oder in Goebbels Propagandablatt zum Leben erweckt, war der „Point of no return“ erreicht. Die Fotos der Ghettos gerieten nach dem Ende der „Tausendjahre" zu Spielkarten von linkslastigen Ideologen beim Poker um Nazi-Kollaboration und Mitläuferschaft der Urheber. Mit dem Ausgraben der SA-Plakate aus dem Kontext ihrer Geschichte betritt der Autor ein schmutziges Terrain, das mit seinem Anspruch akribischer Nachschau durchwatet werden musste.
